So fing alles an...

In den grauen Tagen des Mittelalters wurde bereits eine Bruderschaft von Armbrust und Vogelschützen in unserer Stadt gegründet, es war im Jahr 1468. In den Zeiten des Faustrechts ist diese entstanden, um das Hab und Gut der Bürgerschaft vor den Raubrittern zu schützen, die auch in unserer Gegend ihrem gefährlichen Handwerk nachgingen.

Während des 30-jährigen Krieges, 1618 - 1648 wurde Neustadt 40 mal von feindlichen Truppen geplündert, ging deshalb vollständig nieder und die Bewohnerschaft verarmte. Damit verschwand auch die frühere Schützenbruderschaft. 1660 wurde eine Bruderschaft der Büchsen- und Scheibenschützen ins Leben gerufen. Diese Scheibenschützengesellschaft hat den Wandel der Zeit bis zum Jahre 1939 überdauert und erfreute sich mit ihren drei Kompanien „Grenadiere", „Musketiere" und „Jäger" großen Ansehen und hat sich eine achtunggebietende Stellung in der Stadt sowie in der näheren und weiteren Umgebung erworben. Es wurde ihr seitens der kursächsischen Landesregierug besondere Vorrechte, sogenannte Privilegien, zugestanden.

Durch den 2. Weltkrieg wurde die Scheibenschützengesellschaft aufgelöst.

Historische Schützenscheiben, Heimatmuseum Neustadt/Sa.

Am 6. März 1990 fanden sich 16 Personen auf dem ehemaligen GST-Gelände in Polenz zusammen. Ihr Ziel war es, mit der Gründung des Schützenvereins Neustadt die alte Tradition der Neustädter Schützen wieder aufleben zu lassen. In der Mitgliederversammlung am 17. Dezember 1993 wurde dann, zur Fortführung der Tradition, der Name in „Privilegierte Schützengesellschaft zu Neustadt/Sa. 1468 e.V“ geändert.


Übergabe von Fotos an die Privilegierte Schützengesellschaft zu Neustadt/Sa. 1468 e. V.

Frau Lisa Jähne übergab dem Vorsitzenden der Schützengesellschaft, Peter Krumnow, Fotos vom Schützenverein von 1928, die sich noch in ihrem Privatbesitz befanden.

Es sind wertvolle Fotografien, die bei der Erstellung der Vereinschronik mit verwendet werden. Einige dieser Fotografien wurden im Heft Nr. 5 der Neustädter Heimatblätter über „Die Neustädter Schützen vom Mittelalter bis zur Gegenwart“ veröffentlicht.

Dabei erzählte sie über den Schützenkönig Albert Bichtemann und dessen Familie, an die sie noch persönliche Erinnerungen hat.

Der Vorsitzende bedankt sich herzlich bei Frau Lisa Jähne.